AudioMagic TX Audio Setup

Jeder der schon mal ein USB-Headset oder Bluetooth am Computer verwendet hat weiss, das ist recht simpel zu installieren. Das haben wir auch mit AudioMagic realisiert. Allerdings müssen wir unterscheiden. Bluetooth, USB und Studiograde Audio Equipment:

Bluetooth wird bei AudioMagic im Setup gepaired und das Gerät aktiviert. Doch Vorsicht - AudioMagic lässt Headsets nur als Kopfhörer zu. Diese arbeiten dann im A2DP (Advanced Audio Distribution) Profile, um einigermaßen gutes Audio zu liefern bei bestmöglicher Latenz.

USB Mikrofone und USB Kopfhörer sind empfohlen wenn Low Budget oder Unkompliziertheit gewünscht ist, egal ob allein z.B. USB-Mikrofon und USB-Headset nur als Kopfhörer, oder Mikrofon und Kopfhörer als Headset in Kombination. Ein Headset ist auch die günstigste Anschaffung. Wenn noch genug USB Steckplätze frei sind, einfach einstecken, kein Hub nötig !

Wirklich empfehlenswert ist allerdings Studio-Equipment. Hier ein paar Tips aus der Praxis:

AudioMagic ist so programmiert das es USB-Audio Interfaces mit bis zu 32 Mikrofon-Eingängen unterstützt. Ein angeschlossenes Headphone mit Klinkenstecker läuft daran auf Anhieb und stellt keine Herausforderung dar. Interessant wird es allerdings, wenn es um externe Geräte wie z.B. drahtlose In-Ear Systeme, Weiterleitung an andere Geräte, aktive Lautsprecher etc. geht. Diese lassen sich ebenfalls an solch einem USB Audio Interface anschließen. Ich persönlich habe beste Erfahrungen mit USB Audio Interfaces (in Bezug auf Preis/Leistung/Bedienung) mit Behringer UMC202HD (2 Mikrofone), UMC404HD (4 Mikrofone), UMC1820 (8 Mikrofone). Welches Mikrofon genutzt wird, wird über die Profileinstellung in Audiomagic ausgewählt!

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Alle USB Audio Interfaces müssen zwingend über eine externe Stomversorgung versorgt werden (nicht über den AudioMagic Server!!!) und 48V Phantomspannung liefern können. Siehe meine Erklärungen weiter unten. Selbstverständlich können auch USB Audio Interfaces anderer Hersteller genutzt werden, die die Spezifikationen der Behringer Geräte entsprechen oder übertreffen.

Externe Stomversorgung ist essentiell damit der AudioMagic Server nicht an Unterspannung beim Einschalten des USB Audio Interfaces abstürzt. Denn die USB Audio Interfaces ziehen bis zu 1A Strom. Es ist daher mehr als empfehlenswert das USB Audio Interface (sofern es nicht über ein eigenes Netzteil verfügt) über einen GUTEN**** aktiven USB Hub zu betreiben, welcher auch keine Spannung an den AudioMagic über das USB Kabel schickt. Wer wirklich auf störungsfreien Betrieb ohne Kopfschmerzen Wert legt sollte darauf achten einen MTT USB Hub statt eines STT Hubs einzusetzen. Hier die Erklärung:

STT vs. MTT: Wenn Sie viele Geräte an einen USB-Hub anschließen, muss der Hub den schnellen Datenstrom des Computers in langsamere Signale umwandeln. Das geschieht über sogenannte Transaction Translators (TT): STT (Single Transaction Translator): Der Hub besitzt nur einen Übersetzer für alle Ports. Wenn mehrere langsame USB-Geräte (z.B. USB 1.1 oder langsame USB 2.0-Geräte) angeschlossen sind, teilen sie sich diesen einen Weg und müssen nacheinander auf den Computer warten. Das kann zu Engpässen und Verzögerungen führen. MTT (Multiple Transaction Translator): Der Hub besitzt für jeden Downstream-Port einen eigenen Übersetzer. Dadurch können alle angeschlossenen Geräte unabhängig voneinander und in voller Geschwindigkeit mit dem Rechner kommunizieren. Vorteile eines MTT-Hubs: Anschlüsse für Audio-Interfaces, Controller oder externe Festplatten stören sich nicht mehr gegenseitig. Ein MTT-Hub ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie leistungshungrige oder echtzeitempfindliche Geräte betreiben, wie zum Beispiel im Audio- und Musikbereich (mehrere Synthesizer, USB-Mixer oder Audio-Interfaces).

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Meines Erachtens ist dieser Hub speziell im Shack mit 13.8V genau das richtige: Manufacturer Waveshare Part Number USB3.2-Gen1-HUB-4U

Kommen wir jetzt noch zu den Mikrofonen. Durch den Einsatz der USB-Audio Interfaces steht einem die Tür zum Studio-Equipment weit offen. Hier müssen wir unterscheiden:

Kondensator Mikrofone werden meist mit 48V Phantomspannung betrieben, daher auch die Empfehlung weiter oben, auf 48V Phantomspannung zu achten. Kondensatormikrofone neigen dazu sehr empfindlich auf Umgebungsgeräusche zu reagieren, sind aber vom Pegel her ideal für USB Audio Interfaces vom Pegel her.

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Dynamische Mikrofone und Bändchenmikrofone sind hingegen vom Pegel her sehr sehr leise. Es kann sein, das das USB Audio Interface es noch gerade so schafft, ein verwendbares Signal zu liefern, allerdings ist der Rauschanteil des Signals dann ebenfalls hoch. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Triton Fethead oder Klark Technik CM2 Inline-Vorverstärkers zwischen Mikrofon und USB Audio Interface, wobei dann die Phantomspannung eingeschaltet werden muss, um den Inline-Vorverstärker mit Spannung zu versorgen. Dieser liefert dann etwa +26dB Verstärkung. Ich persönlich verwende den Klar Teknik CM2, da er zwei Kanäle hat, für den halben Preis eines Tritons und gute Dienste leistet.

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Ein genereller Hinweis zum Studio-Equipment und den Profi-Mikrofonen. Auch wenn man es vielleicht vermuten könnte, aber es geht hier gar nicht darum, ein möglichst teures Mikrofon wie z.B. ein Electrovoice RE20 (670€) zu verwenden. Mein 20€ Behringer Ultravoice XM8500 tut genauso gut seinen Dienst. Nein es geht darum eine möglichst stabile und flexible Platform zwischen analogem Audio und digitalem Audio zu schaffen und da hat das Studio-Equipment die Nase vorn, sofern ein gutes USB Audio Interface verwendet wird.

Gewarnt sein vor den China-Adaptern die z.B. XLR (Studio) zu USB versprechen, es dann letztendlich aber mit 0,05€ chips realisieren, wo einfach nicht alle Ein- und Ausgänge belegt wurden. Phantomspannung kennen diese Dinger ohnehin nicht, also ziemlich ungeeignet.

Noch generell eine Anmerkung zu teuren Mikrofonen. Bei FM und ESSB mag deren Einsatz gerechtfertigt zu sein, bei "normalem" Funkbetrieb tut es ein Mikrofon für unter 100€ durchaus. Halten wir uns vor Augen: Wir haben ein Mikrofon welches von 20Hz bis 20kHz liefert. Dann verbiegen wir es so lange bis es in 3,5kHz (oder weniger Bandbreite) hineinpasst und modifizieren den Klang so, das der TRX zufrieden ist und das ALC ausgereizt wird ohne zu übersteuern. Das was dann da rauskommt hat mit "Schön" nichts mehr zu tun, hier geht es darum, das die andere Seite versteht was ich sage. Nicht mehr - nicht weniger !

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