AudioMagic RX Noise Elimination

ICOM bedient sich eines Silicon Labs CP2102 Chips (einer USB-TO-UART BRIDGE) für die Steuerung per CI-V Protokoll und eines Texas Instruments PCM2901 Audio Codec Chips für die digitale Audio Übertragung. Ist AudioMagic bereits konfiguriert, ist für den RX Teil genannt NoiseMagic nichts besonderes mehr zu tun.

Es gibt exakt 3 Dinge die beeinflussbar sind:

  • Aktive / Passiv Schalter um NoiseMagic An bzw. Auszuschalten
  • Wet / Dry Schieberegler der das Mischungsverhältnis zwischen dem Originalsignal und dem bereinigten Signal regelt
  • Lautstärke Schieberegler, welcher die Ausgabegeräte beeinflusst.

Der wichtigste Regler ist der Wet/Dry Schieberegler. Lernt man NoiseMagic kennen ist man verwundert, das erstmal völlige Stille herrscht, wo vorher Rauschen war. Daher empfehle ich Anfangs 50% einzustellen, um das Gehirn an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen (Dies ist kein Scherz !). 50%-65% ist auch zu empfehlen, wenn ein Signal grenzwertig ist, d.h. NoiseMagic sich nicht entscheiden kann, ob es sich um Rauschen (was Stille bedeuten würde) oder menschliche Stimme handelt.

Ansonsten macht NoiseMagic einfach seinen "Job". Um QSO's zu dokumentieren ist ein Rekorder eingebaut, der neben dem RX UND TX Signal auch ein paar Daten zum QSO mit aufzeichnet und als separate Datei zur Verfügung stellt, neben dem Audio. Downloadbar durch den Browser. Ebenfalls können die QSO's beschriftet werden. Für QSO's wo nur RX aufgezeichnet wird, kann per Mikrofon ein Kommentar aufgezeichnet werden. D.h. auch bei RX ist das Mikrofon "offen" (TX findet nur bei PTT statt). Ausnahme RX und TX per Computer, dann ist das Mikrofon nur bei PTT offen.

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NoiseMagic in Action.

Der Schatten ist der Rauschpegel bei Sprache, der Vordergrund ist die gefilterte Sprache. Die kleinen grünen "Erhebungen" rechts sind beigemischte Signale die die Verständlichkeit erhöhen, dies geschieht durch das neuronale Netzwerk.

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No Voice, no Noise - "0" !!

Was macht NoiseMagic so besonders? Würde ich jetzt sagen...ganz einfach zu Erklären... dann wäre es eine glatte Lüge. NoiseMagic basiert auf einem Algorithmus für neurale Netzwerke und es muss angelernt werden. D.h. ca. 5000 Rausch-Schnipsel wurden mit 20.000 Studio-Stimmen vom neuronalen Netzwerk "gelernt". Letztere mussten allerdings erst auf "SSB schmutzig" getrimmt und dann von 48kHz auf 16kHz heruntergerechnet werden, damit sie mit dem Output vom TRX übereinstimmen und verarbeitet werden können. Als mehrere Monate Arbeit geschafft waren, war das Ergebnis so phaenomenal, das NoiseMagic begann Stimmen zu erfinden (Halluzinieren), wenn nur Rauschen da war. Es klang wie entferntes Gemurmel. Wurde dann mit einem Voice Activity Detector ausgelöscht, ebenfalls ein neurales Netz, umgekehrt wirkend.

Was NoiseMagic so bestechend macht. Keine Knöpfe die man dreht, keine Filter die permanent nachzutrimmen sind. An / Aus, Wet / Dry - Das war's. Ok, ab und an erschreckt man sich wenn man den Kopfhörer auf dem Kopf vergessen hat und sich eine Stimme aus dem "Nichts" meldet !